Vitalpilze


Sie sind unglaublich vielfältige und spannende Lebewesen. Ihren Ursprung haben sie in der traditionellen chinesischen Medizin, auch TCM genannt. Sie besitzen ein unwahrscheinlich hohes Potential an positiven Inhaltsstoffen. Dennoch werden Vitalpilze als Nahrungsmittel eingeordnet und zählen daher nicht als Heilmittel oder Einzelfuttermittel bzw. Ergänzungsfuttermittel. Pilze unterstützen nicht nur unserer wundervollen Natur dabei totes Gewebe zu zersetzen, sondern haben auch vielseitige Wirkspektren. Dadurch gehören sie seit einiger Zeit auch auf den Speiseplan unserer Hunde. 


Ein Beispiel: Jeder kennt das Antibiotikum Penicillin. Aber wusstest du, dass Penicillin auch ein Pilz ist? Die Wirkung von medizinisch wirkenden Pilzen ist bereits wissenschaftlich bestätigt und in zahlreichen Studien belegt. Pilze mit einem pharmakologischen Wirkspektrum werden auch Vitalpilze genannt. 


Vitalpilze können die Abwehrkräfte stärken, das Herz- und Kreislaufsystem unterstützen, den Blutdruck und Zuckerspiegel regulieren, die Leber stärken, entgiften, bei Allergien unterstützen, Übergewicht reduzieren und die Vitalität verbessern. Vitalpilze sind in der Lage die Vitalfunktionen in ein Gleichgewicht zu bringen, das bedeutet Überfunktionen werden nach unten und Unterfunktionen nach oben geregelt. Sie unterstützen die Stoffwechselprozesse im Körper, da sie ausgleichend auf die Mineralstoff-, Spurenelemente-, Enzyme-, Hormone- und Wasserhaushalte wirken. Vitalpilzpulver enthalten auch viele ernährungsphysiologisch Substanzen, welche für die Gesundheit wertvoll sind, z.B.: B-Vitamine, Vitamin D, Phosphor, Calcium, Selen, Chrom, Kupfer, Zink. Es wurden bereits mehr als 100 Wirkstoffe nachgewiesen, doch das ist erst der Anfang. 


Der Reishi und der Agaricus blazei Murill gelten als Adaptogene, das bedeutet sie unterstützen unsere Vierbeiner in Stresssituationen und können die Zellen vor Radikale und somit vor Alterung schützen. 


Der Shiitake und Maitake sind in Asien als äußerst wertvolles Nahrungsmittel angesehen. Beide gelten als „Jungbrunnen“ und tatsächlich gibt es nirgendwo auf der Welt einen höheren Anteil an körperlich und geistig fit gebliebener Hundertjähriger wie in Asien. 


Nicht jeder Pilz darf im Napf unserer Hunde landen, dennoch gibt es eine Vielzahl an Vitalpilze die wir in die Ernährung integrieren können. ACHTUNG: Speisepilze (Nicht alle Pilze, die gute Wirkstoffe beinhalten, sind Speisepilze) können in getrockneter, oder in gedünsteter Form angeboten werden. Möchten wir aber die tolle Unterstützung haben, sollten wir auf Vitalpilz-, Pulver, -Kapseln, oder –Extrakte zurückgreifen. Bei Vitalpilzen handelt es sich um Naturprodukte, daher ist die Gefahr von Nebenwirkungen eher gering. Allerdings kann es Erstreaktionen geben. 


Warum das so ist? 


Vitalpilze haben eine entgiftende Eigenschaft. Bei stark belasteten Tieren zeigen sich daher zu Beginn manchmal Reaktionen wie Magen-Darm-Störungen, Hautausschläge, gerötete Ohren und Ohrenausfluss. Diese Beschwerden verschwinden in der Regel innerhalb von ein paar Tagen. In diesem Fall kann es jedoch nicht schaden die Dosis zu reduzieren und sie erst nach und nach wieder zu erhöhen, oder mit den Vitalpilz ein bis zwei Tage zu pausieren. Sollten die Beschwerden innerhalb weniger Tage nicht besser werden, ist es unbedingt erforderlich zu einem Tierarzt zu gehen. 


Vitalpilze gibt es als Extrakt, als Pulver und in Kapselform. Ich persönlich empfehle eher die Pulverform, denn das Pulver kannst du präziser dosieren und unter das tägliche Futter mischen. Über die richtige Dosierung gibt es viele Meinungen. Man darf dabei nicht vergessen, dass jeder Hund ein Individuum ist und wir dadurch jeden Hund individuell betrachten müssen. Natürlich hängt es von der Größe und dem Gewicht, und die Art und Schwere der Beschwerden ab. Ich empfehle immer mit einer geringen Dosis zu beginnen und sich nach und nach zu steigern. Bei den meisten Produkten gibt es eine Dosierungsempfehlung, als Alternative kannst du aber auch deinen Tierarzt um Rat fragen. 


Wird dein Hund mit schulmedizinischen Mittel behandelt, ist es unbedingt erforderlich mit deinem Tierarzt Rücksprache zu halten! 


Insgesamt gibt es 13 Vitalpilze, welche unsere Hunde von innen unterstützen können. Diese Vitalpilze können bei Magen-Darm-Beschweren, Krebs, Diabetes, Borreliose, Cushing, Mykosen und noch vielen weiteren Defiziten unterstützen. Diese kleinen Wunder der Natur sind faszinierend und weitreichend. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen welche Power in ihnen steckt. 


Bitte beachte unbedingt, ohne genaue Kenntnisse ernte keine Pilze im Wald! Denn es gibt auch giftige Pilze und die Nebenwirkungen sollten nicht unterschätzt werden. Trächtige oder säugende Hündinnen sollten durch die starke Entgiftung keine Vitalpilze erhalten. Saugwelpen sollten erst Vitalpilze bekommen, wenn sie feste Nahrung zu sich nehmen können. 


Gerne unterstütze ich dich bei der Auswahl der passenden Vitalpilze. Dennoch diagnostizieren und behandeln wir keine Krankheiten. Die von mir, auf Grund meiner Ausbildung, angewandten Methoden dienen ausschließlich der Verbesserung und Erhaltung des körperlichen Wohlbefindens. Es stellt keine Heilbehandlung dar und sind kein Ersatz für tierärztliche Diagnosen und Therapie. Physische und psychische Krankheit gehören in die Hände von Ärzten und Therapeuten. Man kann aber medizinische Behandlungen in Rücksprach mit dem Tierarzt unterstützen. 



Bildquelle: @Trio-Bildarchiv/Fotograf Maren Leuker