Der Fellwechsel

Schön langsam steigen die Temperaturen immer mehr an und der Sommer rückt immer näher. Das merken auch unsere Hunde. Frühblüher schmücken zu dieser Zeit die Gärten, bei uns Hundebesitzer hingegen schmücken die Hundehaare unsere Klamotten. 


Hurra es geht wieder los – mit der Fellwechselsaison. Nun heißt es wieder täglich staubsaugen und wischen. 


Wieso wechseln unsere Hunde überhaupt das Fell? 

Der Fellwechsel ist für unsere Vierbeiner notwendig und ganz natürlich – sie passen sich damit den saisonalen Temperaturen an. Durch die unterschiedlichen Klimabedingungen benötigen unsere Vierbeiner im Winter genug Unterwolle um sich vor Kälte, kaltem Wind, Schnee und Regen zu schützen. Das Fell unserer Lieblinge schützt nicht nur vor Kälte und Nässe, sondern eben auch vor starker Sonneneinstrahlung. Unsere Vierbeiner haben im Gegensatz zu uns Menschen eine dünnere Haut. Daher ist für einen guten Schutz vor Kälte und Nässe vor allem ein isolierendes Fell notwendig. Für eine gute Isolation benötigen unsere Hunde etwas längere Deckhaare und ein dichtes Unterfell mit feinen Wollhaaren. Ein Deckhaar wird zwischen sechs und zwölf Wollhaaren umkreist – Wow das sind ganz schön viele Haare die zusammenkommen. Durch die im Winter entstandene Unterwolle ist im Frühling der Fellwechsel stärker als im Herbst. Denn im Frühling wird die Unterwolle vom Winter abgestoßen, aber auch im Herbst findet ein Fellwechsel statt. 


Wann wird das Fell gewechselt? 

Der Fellwechsel ist nicht alleine abhängig von einem bestimmten Zeitpunkt, sondern wird von Temperatur, Licht, Ernährung, Rasse, Hormonen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Vierbeiners beeinflusst. Auch wie stark dein Hund haart hängt von mehreren Faktoren ab, wie Rasse, Alter, Hormonstatus. Z.B. haaren kastrierte Hunde mehr als nicht kastrierte, ebenfalls wurde bemerkt, dass bei vielen Hündinnen vor der Läufigkeit vermehrter Haarausfall stattfindet. 


Der gesamte Fellwechsel dauert ca. 4-8 Wochen, denn Hundehaare wachsen nicht permanent, sondern in einem Zyklus. Damit ein glänzendes, weiches, geschmeidiges und vor allem wohlriechendes Fell nachwächst, können wir unsere Hunde mit natürlichen Ergänzungen und einer äußerlichen Pflege unterstützen. Zwischen März und Mai bildet sich bei unseren Hunden das Sommerfell und zwischen September und November bekommen sie ihr dickes Winterfell. Der Fellwechsel beginnt hinten und setzt sich dann Schritt für Schritt nach vorne fort. 


Wie pflegst du deinen Hund nun im Fellwechsel optimal? 

Wie bereits erwähnt ist die Fellpflege und die richtige Ernährung besonders wichtig um deinen Vierbeiner bestmöglich zu unterstützen. 


Fellpflege mit Bürsten, Kämmen & Co 

Durch regelmäßiges Bürsten kannst du deinen Liebling unterstützen, denn die Haut wird dadurch besser durchblutet und das lose Fell wird entfernt. Am besten gewöhnst du deinen Hund bereits im Welpenalter an das regelmäßige Bürsten. Die regelmäßige Fellpflege ist aber nicht nur für den Fellwechsel gut, sondern auch um frühzeitig Parasiten, oder Ekzeme zu erkennen. Die Fellpflege ist grundsätzlich in die fünf verschiedenen Felltypen einzuteilen.  


1.      Langhaarig  

2.      Drahthaarig  

3.      Glatt  

4.      Seidig  

5.      Lockig  


Bei gelocktem Haar ist ein bürsten von zwei bis drei Mal in der Woche notwendig, bei seidigem Haar sogar täglich. Vor allem Hunde mit dichter Unterwolle, sollten im Winter regelmäßig mit einer groben Bürste ausgebürstet werden. 


Achtung: Bitte schneide deinen Vierbeinern in warmen Monaten keine „Sommer-Frisur“. Dein Hund könnte schwere Hautschäden dadurch bekommen und im schlimmsten Fall wächst das Fell an bestimmten Stellen gar nicht mehr nach. Warum das Fell nicht mehr nachwachsen kann? Durch die Sonne kann die Haarwurzel in den oberen Hautschichten geschädigt werden. Natürlich sind Rassen wie z.B. der Pudel davon ausgenommen, diese gehören geschoren. Hat dein Hund viel Fell, kannst du ihm am besten unterstützen indem du die Unterwolle ordentlich auskämmst. 


Die richtige Ernährung – ein gesundes Inneres führt zu einem gesunden Äußeren 

Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung nicht nur beim Fellwechsel wichtig. Dennoch solltet ihr die Ernährung während dem Fellwechsel anpassen, denn der gesamte Körper wird dabei beansprucht. Durch eine angepasste Ernährung können wir den Hautstoffwechsel unserer Hunde fördern. Damit ein gesundes, wohlriechendes Fell nachwächst, brauchen unsere Hunde hochwertige Proteine, welche viele essentielle Aminosäuren enthalten. Mit den essentiellen Aminosäuren wird das wichtige Keratin gebildet. Wichtig sind auch die richtigen Mineralstoffe und Vitamine, vor allem viel Vitamin-B, Zink und Biotin. Besonders Biotin stärkt das Fell, lindert Hautbeschwerden und sorgt für kräftige Krallen. Biotin ist in Rohstoffen wie Leber und Hefe reichlich enthalten. Auch hochwertige Öle mit vielen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen ein gesundes und glänzendes Fell. Zusätzlich kannst du deinen Hund mit Kräutern und/oder Vitalpilze während dem Fellwechsel unterstützen.  


Nun haben wir noch die wichtigsten Fakten für dich zusammengefasst:  


  • Der Fellwechsel findet im Frühjahr und Herbst statt 
  • Kastrierte Hunde können das ganze Jahr über Haare verlieren 
  • Die Fellpflege ist vom Felltyp abhängig, dennoch sollten alle regelmäßig gebürstet werden 
  • Eine optimale Ernährung ist während dem Fellwechsel unumgänglich

Und so überstehst du die haarige Zeit mit deinem Vierbeiner.